Kornblume (Centaurea cyanus)
Gehört zur Familie der (Compositae) - Körbchenblütler

Die Kornblume ist eine sehr bekannte einjährige Wildblume in Europa und Nordasien. Als "Unkraut" auf den Getreidefeldern ist sie vielfach wegen der chemischen Bekämpfung kaum noch anzutreffen, ebenso der Klatschmohn und die Kamille.
Sie ist daher inzwischen eine schutzbedürftige Pflanze.
Da die Kornblume die gleichen Bedingungen mag, wie Getreide, wurde sie vom östlichen Mittelmeer mit dem Getreide-Saatgut in den Jahrtausenden des Ackerbaus über die ganze Welt verteilt.
In der modernen Kräuterheilkunde hat die Kornblume nur noch eine Bedeutung als Schmuckdroge, zu Unrecht!
Vielmehr enthalten die Blüten und das Kraut der selten gewordenen Pflanze ein harntreibendes Mittel, welches sich wohltuend bei Blasen- und Nierenbeschwerden, aber auch bei Leber-, Gallen- und Gelenkleiden auswirkt. Hier ist wieder einmal festzustellen, dass sich in der Volksmedizin manche Weisheit erhalten hat, welche die Schulmedizin durch die Dominanz der Chemiker gegenüber den Medizinern vergessen hat.
Dazu gehört auch, dass die Volksmedizin aufgekochte Kornblumen gegen entzündete Augen, Bindehautentzündungen, aber auch gegen Kopfgrind bei Kindern und gegen Schuppenbildung einsetzt. Auch werden getrocknete Kornblumen, zu Pulver zerstoßen, auf schwer heilende, faulende Wunden gestreut.
Wirkstoffe:
Bitterstoffeauch Cnicin,Gerbstoffe, Schleim,Farbstoff,Glykoside
Die Bitter- und Gerbstoffe der Kornblume machen sie vor allem zu einer Heilpflanze gegen Probleme des Verdauungsapparates. Mit ihren adstringierenden= (zusammenziehenden) Eigenschaften kann sie jedoch auch Hautprobleme lindern und gereizte Schleimhäute beruhigen, was gegen Husten und Mundschleimhautentzündungen helfen kann.
Teebereitung:
Ca. 3 g Blüten - mit 1/4 l heißem Wasser übergießen - nach 5-8 Min. abseihen. Tägl. 3 Tassen trinken.

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