Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Der Löwenzahn gehört zu den bekanntesten Pflanzen überhaupt. Seine Korbblüten sind nur aus Zungenblüten gebildet. Man nennt ihn auch Butterblume, Kettenkraut, Laternenblume, Mönchsblume, Milchstock und Wiesenlattich.
Er hat seine Heimat auf der Nordhalbkugel, wurde aber in fast alle Kontinente verschleppt und konnte sich überall durchsetzen.
Er ist für leidende Menschen ein wertvolles Heilkraut. Die während der Blütezeit unscheinbaren Pappushärchen bilden zur Fruchtzeit die bekannte Pusteblume.
In Notzeiten wurde aus den Pfahlwurzeln ein Kaffee-Ersatz hergestellt. Einige werden sich daran erinnern!
Der deutsche Name Löwenzahn bezieht sich auf die Blattform.
Er wird von Kühen gerne als Weidefutter angenommen. Die ganze Pflanze ist heilkräftig!
Wirkstoffe:
Ätherisches Öl, allerlei Bitterstoffe, Saponine, Gerbstoffe, Inulin, Cholin
Die Blätter der Pflanzen enthalten Bitterstoffe, die appetitanregend und verdauungsfördernd wirken. Das enthaltene Cholin wirkt anregend auf die Gallenblase und den Darm mit abführender Wirkung. Im Herbst ist in den Blättern ein hoher Anteil von Inulin festzustellen, das als Süßstoff für Diabetiker nutzbar ist. Inulin ist ein natürlicher, leicht süßlich schmeckender
Stoff.
Praktische Heilanwendung:
Löwenzahn wirkt auf den Stoffwechsel, verjüngt und erneuert das Bindegewebe, wirkt gegen Gicht und Rheumatismus. Es ist dringend anzuraten, die jungen Pflanzen als Salat zu essen und oft Löwenzahntee zu trinken. Diese Pflanze ist bestens für eine Entschlackungs- oder Fastenkur im Frühjahr und Herbst geeignet.
Frische Blätter entsaftet, ein Löffel am Tag eingenommen, beugen gegen Verkalkung und Vergreisung vor. Roh genossene Löwenzahnwurzeln, aber auch getrocknet zum Teeaufguß genommen, wirken blutreinigend, schweiß- und harntreibend, sowie belebend. Sie machen das Blut dünnflüssig und gelten als hervorragendes Mittel gegen Dickblütigkeit. Bei Gelbsucht und Milzleiden wird der Löwenzahn ebenfalls erfolgreich angewendet.
Teebereitung:
Grundsätzliches zur Teebereitung:
1 gehäufter Teelöffel Wurzeln werden über Nacht in 1/4 Liter Wasser kalt angesetzt, am nächsten Tag bis zum Kochen erhitzt und abgeseiht. Eine halbe Stunde vor und eine halbe Stunde nach dem Frühstück - schluckweise - trinken. Der Tee sollte nicht gesüßt werden, da er sonst seine Wirksamkeit verliert.
Man kann aber auch frisches oder getrocknetes Kraut (Blätter, Stängel, Blüte) auf 1/4 Liter Wasser, brühen, kurz ziehen lassen.
Stängel:
Täglich 5 bis 10 rohe, gewaschene Blütenstängel gut kauen und essen. Es schmeckt wie ein Endivienblatt, bitter und saftig.

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