.:Wildkrautmania
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Schöllkraut (Chelidonium majus)Gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae)In alten Kräuterbüchern wird das Schöllkraut auch Warzenkraut genannt. Es ist aber auch unter den Namen Marienkraut, Herrgottsblatt, Herrgottsgnade, Gottesgabe, Blutkraut, Thrudenmilch, Goldwurz und Augenwurz bekannt.
Das Schöllkraut mit seinem 30 bis 70 cm hohen verästelten Wuchs blüht von April bis in den Herbst hinein. Die Blätter sind gezackt und gleichen Eichenblättern. Aus Stängel und Wurzelstock quillt orangengelber, dicklicher Saft. Es wächst gerne in der Nähe menschlicher Behausungen aber auch an Waldrändern und liebt stickstoffhaltigen Boden, und kommt in ganz Europa vor. Die Saat reift in Schoten heran und wird nach Aufbruch gerne von den Ameisen verbreitet. Vom Schöllkraut wurde vollauf Geheimnisvolles erzählt: So liest man in vielen bejahrten Kräuterbüchern, das Schwalben mit dem Milchsaft des Schöllkrautes die Augen ihrer Jungen öffneten, und sie damit von Blindheit befreiten. Es heißt auch, der botanische Name des Krautes käme vom griechischen Man nannte es in Deutschland ja auch "Schwalbenkraut." Eine andere Version: Der Name "Chelidonium" kommt vom griechischen "kelido", beflecken. Oder aus dem leiteinischen: "Coeli donum" bedeutet "Geschenk des Himmels." Wirkstoffe:Alkaloide, Ätherisches Öl, Apfel-und Zitronensäure. Die Pflanze wird wegen zahlreicher "Alkaloide" als giftig eingestuft. Praktische Heilanwendung:Die wichtigsten Wirkstoffe im Schöllkraut sind - wie die Alkaloide im Schlafmohn - schmerzlindernd und krampflösend. Aus dem frischen Saft macht die Volksmedizin ein Mittel gegen Warzen. Die Pflanze wirkt blutreinigend und blutbildend, in homöopathischer Form auch bei Leberleiden, und ist gut für den Stoffwechsel. Es wird der Gallenfluss gefördert und wirkt beruhigend auf Darm und Leber. Verwendet wird die ganze Pflanze - einschließlich der Wurzel. Sie riecht unangenehm. Heute ist bekannt, dass man auch Hauttuberkulose und einige Hautkrebse mit der Pflanze wirksam behandeln kann. Grundsätzliches zur Teebereitung: Ein Tee aus reinem Schöllkraut sollte sparsam getrunken werden. Ein gestrichener Teelöffel Kräuter auf 1/4 Liter Wasser, nicht kochen, sondern nur brühen. Weinansatz: 30 g Schöllkraut samt Wurzeln werden mit einem 1/2 Liter Weißwein übergossen und 1 bis 2 Stunden stehen gelassen, dann abseihen und schluckweise verwenden. Zur äußerlichen Anwendung: Die oberen Pflanzenteile waschen und im feuchten Zustand in der Zentrifuge entsaften, oder mit dem puren gelben Pflanzensaft die entsprechende Hautpartie öfters betupfen.
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.: AnmerkungenZeiten, in denen Krankheiten durch falsche Lebensweisen und
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