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Die Väter des Rock - sie waren es, die zum
ersten Mal überlange Stücke spielten und auf eine LP brachten. Auf "Live
Cream Volume II" klingt das nicht immer perfekt, ebenso wenig ist dies die
Abmischung. Dies erschien verzeihlich, um so mehr, da
Cream im Jahr 1972 schon leider nicht mehr existierten.
So wähnt man sich beim Hören als Zuschauer einer Session dabei zu sein.
Die klassische Besetzung der damaligen Zeit bot Gitarre, Bass und Schlagzeug.
Das stand für Purismus und verlangte den drei Akteuren
(Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger
Baker) einiges ab, gab aber jedem die Möglichkeit, sich reichlich in
den Vordergrund zu spielen.
Entsprechend kraftvoll geriet das Live-Album ganz im Gegensatz zu den Studioaufnahmen.
Mal abgesehen davon, dass Eric Clapton kein Sänger ist, galt jeder für sich als Spitzenmann.
Neben dem Gitarrengott war Jack
Bruce mit seinem melodiösem, aber doch völlig atypischen,
Bass, mein Idol. Ginger Baker selbst war ein Mythos.
Der Gesang
und das hohe, harte Spiel des Basses von Jack Bruce galten mir als
Vorbild,
dem ich, plättchenspielenderweise (auf einer zum Bass umgebauten Gitarre) willig folgte.
Meine Lieblingsstücke dieser LP sind: "Deserted cities of the heart" und
"Tales of brave Ulysses". Die ist vor allem so, weil diese Stücke am
meisten Emotion und Stimmung bieten und die Wortwahl der Texte die Fantasie beflügelt.
Kurz gesagt: nicht perfekt, aber nie besser: Cream.
Cream - Live Cream Volume II
1.Deserted Cities Of The Heart
2.White Room
3.Politician
4.Tales Of Brave Ulysses
5.Sunshine Of Your Love
6.Steppin' Out
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