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Neues Reglement für die Astro-Klasse in
Kraft
Der Bund Deutscher Philatelisten kümmert sich wieder
verstärkt um Astrophilatelisten. Im Spätsommer 2009 hat
der Dachverband der Briefmarkensammler ein neues
Spezial-Reglement und neue Richtlinien für die
Astrophilatelie in Kraft gesetzt. Beide Dokumente sollen
den Juroren auf Wettbewerbsausstellungen helfen,
Astrophilatelie-Sammlungen qualifiziert zu beurteilen. Dem
Sammler von Belegen und Marken der Weltraum Philatelie
helfen die beiden Dokumente bei der Entscheidung, welches
Material für eine Astro-Sammlung wichtig ist und was nicht
wirklich weiter hilft.
Der Text des deutschen Reglements ist weitgehend von den
Regeln inspiriert, die die Kommission für Astrophilatelie
der Internationalen Föderation für Philatelie (FIP) im
Juni 2008 in Bukarest beschlossen hat. Der Text wurde an
die aktuellen Entwicklungen der Raumfahrt angepasst: so
ist jetzt die Internationale Raumstation erwähnt. China
hat als nunmehr dritte Nation mit bemannten Flügen einen
eigenen Unterpunkt erhalten.
Unverändert ist, dass für einen Astro-Sammler drei Sorten
Material zum „Stammgericht“ gehören:
• Belege, die von einer Postverwaltung zur Beförderung
durch Stratosphärenballone, Raketen, Raumschiffe,
Stratosphärenflugzeuge, Bergungsschiffe,
Rettungshubschrauber und andere unterstützende
Luftfahrzeuge übergeben oder von diesen übernommen wurden.
• Briefmarken, Vignetten und Flugblätter, Sonderumschläge
und –karten, Ganzsachen und Mailgrams in Beziehung zu den
verschiedenen Teilen der Raumfahrtprogramme,
einschließlich des Starts, des Flugs und der Landung von
Raumflugkörpern und der teilnehmenden Bodenstationen,
Schiffe und unterstützenden Luftfahrzeuge, und
entsprechender Vorläufer.’
• Besonders charakteristische Belege der Astrophilatelie
sind Briefe und Karten, die von der Post am Ort und zum
Datum eines besonderen Ereignisses gestempelt wurden.
Für das Alltagsleben des Raumfahrt-Sammlers sind
insbesondere die Richtlinien hilfreich. Hier wird Gebiet
für Gebiet erläutert, welche Belege von welchen
Startplätzen in den Bereichen Sowjetische bzw. Russische
Raumfahrt, US-Raumfahrt und Europäische Raumfahrt,
Chinesische Raumfahrt unbedingt erforderlich sind. Da wird
es dann mit Namen und Daten ganz konkret.
Wer darüber nachdenkt, wie man eine Ausstellungssammlung
gliedern kann, findet im zweiten Teil der Richtlinien
wertvolle Hinweise. Denkbar ist sehr vieles: man kann die
Entwicklung der Raumfahrt insgesamt darstellen, man kann
sich den Programmen der UdSSR/Russlands, der USA, Europas
oder Chinas zuwenden, man kann den Schwerpunkt auf
Raketenpost legen oder unbemannte Programme in den
Bereichen Astronomie, Telekommunikation, Meteorologie oder
Geoforschung in den Vordergrund stellen.
Beide Dokumente wurden am 22./23. August 2009 vom Vorstand
des BDPh formell beschlossen. Reglement wie Richtlinien
werden vom BDPh im Lose-Blatt-System gedruckt und danach
den Vereinen, den Arbeitsgemeinschaften und den Juroren
zugeleitet.
Jürgen Peter Esders
Deutscher Delegierter für die FIP-Kommission für
Astrophilatelie
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Das Dokument enthält eine
hervorragende Erläuterung, wie man ein erfolgreiches
Astrophilatelie-Exponat erstellen kann, und zeigt
zahlreiche konkrete Beispiele von Belegen. Man kann das
131-Seiten-Werk selbst studieren oder auf
Schulungsveranstaltungen und Seminaren einsetzen.
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