ettenheim



wallburgerisch





kuh


hlg. St.  Arbogast, Schutzpatron von Wallburg

St. Arbogast
Schutzpatron
von Wallburg



Wilde Christen

Moscht

Der Ortenaukreis: Der Ortenaukreis hat Anteil an der Oberrheinischen Tiefebene und am nördl. Schwarzwald, dessen höchste Erhebung, die Hornisgrinde, im nordöstlichen Kreisgebiet liegt. Den Ortenaukreis durchschneiden viele Täler, darunter die Flusstäler der Schutter, Kinzig, Rench und Acher, alle vier rechte Nebenflüsse des Rheins, wobei die Kinzig der bedeutendste Schwarzwald-Fluss des Kreises ist. Die Historie: Der Landkreis hat seinen Namen von der historischen Landschaft Ortenau. Der Ortenaukreis wurde durch die Kreisreform am 1. Januar 1973 durch Vereinigung der Landkreise Kehl (ohne die nördlichen Gemeinden), Lahr, Offenburg und Wolfach (ohne die östlichen Gemeinden) sowie dem südlichen Teil des Landkreises Bühl gebildet. Das heutige Kreisgebiet gehörte bis 1803 zu verschiedenen Herrschaften und kam dann an das Land Baden, welches zunächst die bestehenden Ämtereinteilung (Achern, Appenweier, Rheinbischofsheim, Ettenheim, Gengenbach, Haslach, Hornberg, Kork, Mahlberg, Lahr, Oberkirch, Offenburg und Wolfach) beibehielt. Doch schon 1813 wurden die ersten Ämter aufgelöst. Es folgten weitere Auflösungen, bis gegen Ende des 19. Jahrhundert nur noch die Amtsbezirke Achern, Bühl, Ettenheim, Kork (ab 1881 Kehl), Lahr, Oberkirch, Offenburg und Wolfach bestanden. 1924 wurden die Amtsbezirke in Landkreise umgewandelt, wobei Ettenheim zu Lahr und Achern zu Bühl kam. 1936 wurde der Landkreis Oberkirch mit dem Landkreis Offenburg vereinigt sowie einige Grenzbereinigungen bei den anderen Kreisen durchgeführt. Vorläufig letztmals wurden 1939 unter den nun noch bestehenden 4 Landkreisen Grenzveränderungen durchgeführt, bis sie 1973 im Ortenaukreis aufgingen. Dieser umfasst nach Abschluss der Gemeindereform 51 Gemeinden sowie 1 unbewohntes gemeindefreies Gebiet. Von den 51 Gemeinden haben 16 das Stadtrecht und hiervon haben fünf den Status einer „Großen Kreisstadt“ (Achern, Kehl, Lahr/Schwarzwald, Oberkirch und Offenburg). Größte Stadt ist Offenburg, kleinste Gemeinde ist Seebach.

Wallburger
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
Wallburger
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
Wallburger
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg
nuff
naa Wallburg Wallburg Wallburg
nuff
naa Wallburg Wallburger
Wallburg Wallburger

 Der Dialekt der Wilden Christen, so spricht man in Wallburg  

wallburgerisch Germany wallburgerisch

Die alemannische Mundart,
zusammengestellt von zwei sprachkundigen Heimatforschern

zum Film "Wallburg..."   Hinweis zum Fotoalbum / Links  

hund

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alemannisch, wallburgerisch:

hochdeutsch:

aajoo

häufig.Zusatz um das Gesprochene zu bekraeftigen

Abtritt (m)

Toilette, WC, Plummsklo

Awiesunga ans Vieh:
(1) hi (2) brrr, haa / öhaa (3) wischt / wischtrum (4) hodd / hoddumm
(5) zruck / häüf / hüff (6) numm
(7) ich schlag' dr uff dr Ranza nuff, dü eländigi Dräcksmärra !!!

Anweisungen an das Vieh (Zugtiere) :
 
(1) vorwaerts, los (2) Halt (3) linksrum
(4) rechts, rechtsrum (5) zurueck 
(6) zur Seite (7) Drohung an das Vieh bei Befehlsverweigerung...

allawiel

immer, fortwährend, stets

Ammelbäära (w) Ammelbeeren

Sauerkirschen oder Wildkirschen

a Bellili (s)

kleines Kügelchen, kleines Bällchen aus Knet o.ä.

a Biegi (w)

Ein Stapel, Aufbau

a Bloodr (w)

Eine Blase, aber auch ein ungeliebtes derbes Weib

a Buck (m)

kleine Anhöhe (z.B. Schmiedebuck im Hinterdorf)

a gähi Kurv' (w)

eine enge Kurve, steil, stark gekruemmt

a Meggili / *Moggl  (s/m)

Kruemel, kleine Menge / *Brocken

a Muhni (m)

Dickschädel, uneinsichtiger Mann

a Nina macha

Ein Nickerchen machen

a Pfriemlär (m)

Einer, der eine filigrane Tätigkeit verrichtet

Ärbala (w)

Erdbeeren

a Gnüppr (m)

jemand leicht in die Rippen oder an den Arm stossen (=agnüppa)

a Guuf / a Giefli (w/s)

Stecknadel

a Rolli macha / brunza

urinieren

a Schiddli (s) schiddli

ein kurzes, gespaltenes Holzstueck (Brennholz)

a Schissili Kaffee (s)

eine Tasse Kaffee

a Schdaiwr (m)

ein Rausch

a Schriewis (s)

amtliches Schreiben, Dokument

a Surpf (m)

ein kleiner Schluck

a Verlig (s)

Ein Viertel (Pfund Butter oder Wurst)

a Babblr (m)

Schwätzer, babbla = plaudern

a Bäffzgr (m)

Hund, der unentwegt bellt (Kläffer)

Babbadeckl (m)

Pappe

Bägla (w)

Ablagerungen in der Nase und an anderen Körperstellen....

a Bajass (m)

(ital. Bajazzo) Kind, das herumhampelt und Grimassen schneidet

dr'Bammärt (m)

Wald- oder Feldhueter

a Bängl (m)

Holzknüppel

a Gülli macha

Ein Nickerchen machen, schlafen

d'Bäradoba (w)

(Bärentatzen) grossblaettrige Futterpflanze vornehml. fuer Stallhasen

a Baschi (m)

derber, frecher Kerl

s'Bäsli (s)

Base, Cousine

dr'Bäüsr (m)

Hund

d'Bettfläsch (w)

Wärmflasche

d'Bettlaad (w)

Bett, Bettstatt

Bettschisser-Salat (m)

Salat aus jungen Löwenzahnblättern

Bettseicher (m)

vorlauter junger Kerl, der aeltere Leute belehren will (Besserwisser)

Biehla (m)

Beule

Bibili, Diddili (s/w)

Kücken

Bibiliskäs (m)

Kraeuterquark (oftm. mit Kuemmel)

Bläiwiss (s) blaiwiss

Bleistift

Blätz (s)

Blutkruste auf Wunden

Bohlauga (w)

"Bohlauga macha" = erstaunt und mit weitgeoeffneten Augen (Glubbschaugen) stieren

Botschamber (m) nachtgeschirr

franz. Pot de chambre, Nachtgeschirr, Nachttopf

Brägili (w)

Bratkartoffeln

Brädschl (w)

Brezel

Brämma (w)

stechfreudiges Insekt im Sommer (Bremsen)

Brämma-eel (s)

nach Teer riechende, dunkle Tinktur, mit dem Teile am Kopf von Zugtieren eingepinzelt wurden um lästige Bremsen fernzuhalten

Breachbängel (m) breachbaengel

 mit Hilfe einer seitlichen Holzstange, (*Breachbängel) wird die *Spannkette festgezurrt (gespannt), um das Transportgut (Rieschlagholz) im Leiterwagen anzupressen und zu sichern.(siehe auch Rieschlag )

Brellagigglär (m)

Brillentraeger

Bries (w)

Schnupftabak

Britschiwaga (m)

gummi-bereifter Anhaenger, mit flachem, rechteckigen Aufbau (Pritsche)

Brodis, Brodisofa (m)

Braten, Brat- oder Backröhre im Küchenherd

Bruddler (m)

Einer, der gerne schwaetzt und nörgelt

Brummbala (w)

Brombeeren

Brummler (m)

Hummel oder auch Nörgler

Brunnatrog (m)

Spuelbecken, Viehtraenke

Brunnahisli (s)

Wasserreservoir

Bülli (s)

Katze

Budds (m)

Vogelscheuche

Bühr / Biehri (m / w)

Bauer / Bäuerin

Bunnda / Schbunnda (m)

Korken, Flaschenverschluss

Burscht (w)

Kinder (Mz.)

büsseera card_heart.gif

flirten

Butterflada (m)

Butterbrot

Bübblar (m)

ein etwas vertrottelter Kerl

Bübbs (m)

auffaelliger Haarknoten bei Frauen

Büsili (w/s)

"Weidekätzchen"

Däfiliböä (m) daefelibub

Junge der mit einem Schild (Däfili) bei einem Festumzug dem jeweiligen Verein vorweg lief

dällwa, üssdällwa daefelibub

graben, etwas ausgraben

dängla daengla

mit einem Hammer die Unebenheiten der Sensenschneidflaeche glaetten

Dängelstein (m)

Sitzstein fuer o. gen. Arbeiten

Deigaff (m)

alberner, einfaelltiger Kerl

Der Begriff "asa": (Beispiel)
Scho asa klei, hab ich singa kenna !

Schon von klein auf, konnte ich singen !

Der Begriff "selli": (Beispiel)
Des Wäddar sieht hid nidd so selli üss, äs siehd a weng gwiddrig üss

Das Wetter sieht heute nicht so gesellig (gut) aus, es sieht etwas nach Gewitter aus

Dillawaga (m)

(Dilla = starkes, langes Brett) ähnl. Leiterwagen, allerdings mit Seitenbrettern

Dilldapp (m)

einfaelltiger Kerl

Dipflischissär (m)

Einer, der es immer sehr genau nimmt (penibel)

Dirrlibsgiegär (m)

sehr schlanker Mensch

Dissel (w)

Deixel, die Lenkstange des Leiter- oder Dillenwagens

Dohl (w) Dohl

Betonrohr, Kanalrohr

Dolda (m)

Baumspitze

Dolla, Duwl (m) dolla

begriffstutziger Mensch, der vieles falsch macht

d'Gähr (w), uff d'Gähr nämma

Schoß, ein Kind auf den Schoß nehmen

Gifitz, Wunderfitz(m)

Ein neugieriger Mensch

d'Gfreri (w)

Gefriertruhe, Gefrierschrank

d'Gosch (w)

Mund

d'Fruuchd (w)

(Die Frucht) - damit sind alle Getreidearten gemeint

d'Keäh (w)

(Kühe) Bezeichnung der Orschweierer

d'Manna / d'Mannslidd (Mz.)

Die Männer / Mannsleute

d'Lidd sag'äs

Die Leute sagen es
(die Leute munkeln)

d'Kopfada (w)

Der Kopfteil eines Bettes

d'Ohra liera

die Ohren langziehen

d'Rätsch (w)

Tratschweib

d'Schüpp (w)

die Haarpracht

d'Schelzga (w)

Schalen von Kartoffeln oder Aepfeln usw.

drimmlig

schwindelig

dummla

beeilen

d'Schdrickada (w)

Strickzeug

d'Suuchd / d' Schwindsuuchd (w)

Erkaeltung, Grippe / Tuberkulose

d'Welf (w)

(Wölfe) Bezeichnung der Ettenheimweilerer

d'wilda Grischda (w)

(die Wilden Christen) Bezeichnung der Wallburger

d'Wiewr / d'Wibbslidd (Mz.) wiawar

Die Frauen / Weiber, Weiberleut

d'Wochadag:
Mändig, Zischdig, Mittwoch, Dunnschdig, Friddig, Samschdig, Sunndig

Die Wochentage:
Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag

dr'Arsch värgleppara

den Hintern versohlen

dr'Beck (m)

Bäcker

dr'Bodd (m)

Der Bote, Gemeindebediensteter, der regelmaesig mit einer Schelle durch das Dorf zog und Neuigkeiten verkuendete.

dr'Buckl / dr'Buckl iriewa (m)

steiler Hügel, Wölbung oder auch allgemein Rücken / den Rücken einreiben

dr' Fierdig (m)

Der Feiertag

dr' Gallbiddl (m)

Der Geldbeutel (Brieftasche)

dr'Keelschrank (m)

der Kühlschrank

dr'Knüdda (m)

Knoten, auffaellige Hautverdickung

dr'Krügaarda (m)

(Krautgarten) Gemüsegarten

dr'Molli (m)

Kopf

dr'Nachtgrabb kunnd ! nachtgrapp

Nachtgrabb = Nachtrabe, ein imaginaeres Fabelwesen mit dem den Kindern gedroht wurde, wenn diese abends nicht nach Hause wollten

dr'Raserär (m)

Rasierapparat, aber auch Dorffriseur der neben dem Haareschneiden auch auf Rasur spezialisiert war (siehe dr'Schdutzar)

dr'Schdutzar (m)

Dorffriseur

dr'Schissär (m)

Durchfall

dr'Schnübbr (m)

Der Schnupfen

dr'Schdrupfr (m)

Der Schrubber

dreäla / Dreälar (m)

sabbern / Laetzchen oder derjenige der sabbert

dreppla

trampeln

d'Schnurr

Mund

Düwack (m)

Tabak

Einer hocka ha....

betrunken sein

ellamol

oftmals

Epflbutzga (m) Apfelbutzgen

Apfelbutzen

faarn

frueher, einst

Fangis , Schlupfis

Fangspiel, Versteckspiel

Farsiefari (w)

Nachgeburt (beim Vieh)

Flegglig (m)

langes, starkes und rechtwinkliges Brett (Bohle), das haupsaechl. im Baugewerbe Verwendung findet

d'Föadärgang (m)

("Futtergang") ein Teil des Viehstalls (Futterlagerung)

Fierzigli (s)

Streichhoelzer

främda

weinerliches Kind, das sich in fremder Umgebung nach seiner vertrauten Heimat (Eltern) sehnt

Füscht (w)

Faust

Gädderliköächa (m) Linzertorte

Linzertorte (Gittertorte)

Garbaseilili (s)

kordelaehnliche Schnur mit kleinem Holzgriff um die Garben zusammenzubinden

Gebbl (m)

aelteres, globiges Fahrrad

Geddi (m)

Patenonkel

s'Geddili, d'Geddla (s/w)

Patentante

Geißaföas (m) geissafuass

schwerer Stahlhebel, mit einem gebogenen, flachen Ende, um grosse Nägel zu entfernen oder Türen aufzubrechen

Gälrüawa (w)

Möhren, auch Bezeichnung der Münchweierer

Gigglär (m) / giggla

Der Spicker / spickeln

Giggsär (m) / giggsa

Kreischer / kreischen

Girgli (s/w)

kleine, eingelegte Essiggurken

Gitzili (s)

kleine, neugeborene Ziege

Glückeri (w)

Glucke

gluddara

mit den Händen im Wasser planschen

mich gluschdats, gluschda, Gluscht (w)

mich gelüstet, Lust, oder auch Appetit auf etwas haben

Gnäisärli (s) gnaeiserli

erster Brotanschnitt, erste Scheibe

Gneämbarar (m)

Trottel

graddla

schwerfaelliger Gang bei Alten und Kranken

Greäsa (w) (Greäsa ra macha )

Kirschen (Kirschen ernten)

Greäsahooga (m)

beidseitig gebogene duenne Eisenstange, um Aeste bei der Obsternte zu sich heranziehen zu koennen

Grosli (s/w)

Grossmutter

Grott (w)

Kröte, aber auch Mariengrotte (Wallfahrtsstaette)

Gscheidschdein (m)

Grenzstein, Feldstein

g'schwischdarig Kind (s)

Cousin oder Cousine

Güggügsühr (w) gugugsuhr

Kuckucksuhr

Güggl (w)

Tuete

Gullär / Gillärli (m/s)

Hahn, Gockel / Hähnchen

Gummper (m)

kleiner Staudamm in einem Bach

Gugummara (w)

Salatgurken

Guddr / Schnapsguddr (w) Guddr

grosser Glasbehaelter im Korb (Schnapsbehaelter)

Gützili (s)

Bonbon

Hammbärli (m)

Landstreicher

Handorgl (w)

Akkordeon

Händschig (w)

Handschuhe

Handwerksburscht (m)

Helfer, Bauhelfer

Hänkili (s/w) haenkili

besonders schoene Weintrauben fuer den Verzehr oder zur Dekoration

Hanstriwili (w)

Johannisbeeren

härb

deftig, herzhaft, o.a. scharf gewuertzt

Hau (w)

Harke

Haili (s)

kleine Harke mit kurzem Stiel

Häfili (s)

kleiner Topf oder auch Nachttopf

Hagelsmärra,
Schindmärra (w)

Hagelsmaerra

zänkisches, herrschsüchtiges Weib,

neigt oft zu Handgreiflichkeiten !

Haidaknäbberli (s)

kleiner Opferstock (Figur) in der Kirche zur Weihnachtszeit

Händelschdifter (m)

Johannisbeerwein (siehe Hanstriwili)

Heckaland (s)

das Bleichtal

Heileächar (m)

kleine Metallstange mit Wiederhaken und Holzgriff, um Strohballen zu bewegen o.a. um Heu aufzulockern

Hällmasack (m)

mit Spreu gefuellter Sack als Matratze

Häschbili (s)

alte, apfelaehnliche Obstsorte aber auch leichtgewichtiges, kleines Kind oder Tier

Hergottskäfärli (s)

Marienkäfer

Herrgottstag (m) Herrgottstag

Fronleichnam

"hindarschi-firschi"

"rückwärts-vorwärts", d.h. verwirrt sein

Hochzittswecka (m)

eigens fuer Hochzeiten gebackene Broetchen, in der Mitte eine Laengs-Perforierung

hoppsa

hüpfen

Hornüslar (m)

Hornisse

hudla

etwas hastig und oberflächlich machen

Hütt (w)

Haut

iekähra / akähra

in ein Gasthaus einkehren

Iehl (w)

Eule

Ilwadritscha (w)

Fabelwesen

ieberzwärch, ieberzwärcher Saddan (m)

stur, stoerrisch / stoerrischer Satan

Ing-Ang (w)

Bezeichnung der Schmieheimer

ins Booli goh

ins Bett gehen

in dr Nas neala, rumneala

in der Nase wühlen (bohren), herumpuhlen

jappsa

nach Luft schnappen, Atemnot

Judapfirzli (w) Judenfuerzle

kleinste Sylvesterkracher aneinandergereiht, erzeugt ein maschinengewehraehnliches Geraeusch

käck

selbstbewusst, mutig und forsch auftreten

Känschderli (s)

alter, hoelzerner Kuechenschrank

Kapp (w)

Mütze

Katzakopf (m)

selbstgebauter, aus gusseisernen Rohrteilen gefährlicher Spreng-Böller

Keip (m)

unartiger, stoerrischer Junge

kellwara

kalben / wenn eine Kuh ein Kälbchen zur Welt bringt

Karrabittig (w)

grosser Holzzuber

Keschda (w)

Kastanien

Kiema-Salat (m)

Salat aus jungen Trieben (Keime) von weissen Rüben

Kiedli, Wälschkornkiedli (s)

Körnchen, z.B. Maiskörnchen

kiedrig

geizig

kiddara

kichern, verschämtes lachen

Killwi (w)

Kirchweihfest

Kleffäri (m)

Lausbub

knappa

mit dem Kopf nicken

Knepfli (w)

Nudeln, aehnlich wie geschabte Spaetzle

Knowlig (m)

Knoblauch

Kollräwli (s)

Kohlrabi

Konradsblättli (s)

kirchliche (kathol.) Wochenzeitung

Kradda (m)

Umhaengekorb bei der Obsternte (Kirschen)

kräbbsla

klettern, krabbeln

Krizzerleiwli (s)

Brötchen, mit kreuzförmiger Perforierung

Krüttstand (w) sauerkraut

Ein im Keller stehender grosser Keramiktopf- oder Holzfaesschen, in dem das frischgehobelte, gepresste Weisskraut mit Salz und Wacholderbeeren versetzt, zur Gährung gebracht wird.

Krüttwickl (w)

Kohlrouladen

Kumpf (m)

ein mit Wasser gefülltes, abgesägtes Rinderhorn am Gürtel des Bauern - zur Aufbewahrung eines Wetzsteins.

Kunschdlig (m)

Kunsthonig

Laafäri (m)

Schwätzer, Maulheld

Latschi / Labbi (m)

unhöflicher, streitsüchtiger Kerl

Landwick (w)

eine Längsstange, die an Leiterwagen nach hinten herausragende Sitzgelegenheit

Leimariegäl (m)  fachwerk

Besondere Bauweise der Innenwaende in Fachwerkhäusern. In den Zwischenräumen des Balkengerippes wurde zuerst ein Schindelgeflecht angebracht,darauf wurde ein Gemisch aus feuchtem Lehm und Stroh beidseitig aufgetragen. Auch Riegelwaende genannt.

Lieri (w)

langweilige, nervtoetende Musik ("Gedudel")

Lumpaseckel (m)

stets auf seinen eigenen Vorteil bedachter Mitmensch

lupfa

etwas anheben, hochheben

lüschdara

lauschen

mandanera / mandanersch dess ?
/ dess mandanert mr nitt !

bewaeltigen oder behagen / bewaeltigst du das ? / das behagt mit nicht !

Märschl (m)

grosse, breite Axt

Miggi, *Miggibängel (w/m)

Handbremmse (Kurbel) am Leiter- oder Dillenwagen. * "verlängerter Arm"

Mir schwaand ebbis

Ich ahne etwas

Mischtlach / Mischtlachaloch (w/s)

Jauche, Gülle / Jauchegrube

Mischt spreidla

Mist (Viehdung) mit der Mistgabel auf dem Feld verteilen

Muggaseckili (s)

Winzigkeit

Muggadatscher (w)

Bezeichnung der Ettenheimer

möama

sabbern

müchtala

stinken, unangenehm riechen

mütterig

weinerliches Kind, das sich nach seiner Mutter sehnt

Nasdöach (s)

Taschentuch oder Nasentusch

Neschdl (m)

Schnürsenkel

Nienligschdein (s)

"Das Mühlespiel"

noddla

rütteln

Nudladilla (m)

Nudelbrett, auf dem man den Teig knetet bzw. ausrollt

nuff, naa, numm, nie

hinauf, hinab, hinueber, hinein

Nulli, Nullr (m)

Schnuller

noddla

ruetteln

Oxaauga (w)

Spiegeleier ("Ochsenaugen")

Peterlig (m)

Petersilie

pfätza

zwicken, kneifen

Pfitzär (m) pfitzer

Pustel, Pickel, Akne

Pflüma (w)

Pflaumen

Pfullga (m) / Pfilgli (s)

grosses Kopfkissen / kleines Kissen

Pfüsbacka (m), pfüsa

"dicke Backen", schmollen

Pflüddari (w)

duenner Stuhlgang

Pfludda (w) pfludda

Grießschnitten, meist mit Brombeer- oder Heidelbeerkompott serviert - eine altbadische Spezialitaet

Plessär (w)

franz.Plezier Freude, Spaß

Plummfässli (s)

kl. Holzfass mit Drehkurbel (zur Buttergewinnung)

Rachabutzr (m)

Schnaps

Raana (w)

Rote Beete

Rädigli (s/w)

Radieschen

rääs

salzig, übermaeßig gewuerzt

Radsibütz (m)

sehr starker Kräuterschnaps

raibsa

rülpsen

Rank (m)

Kurve, Bogen

Ranza (m) Ranza title=

dicker Bauch

Reächli (s)

unterernaehrtes, kleinwuechsiges Kind (o.a. Kätzchen)

Rämässer (w)

Bezeichnung der Ringsheimer, aber auch ein Werkzeug im Weinbau (Rebenmesser)

Rämmpa (m)

groesseres Stueck Brot oder Speck

Reäwli rehra

mit der Harke den Rübenacker von Unkraut befreien

Remädiss (s)

Rheuma

Rieschlag (m)

ein gegen Gebühr zugewiesenes Waldstueck, um fuer private Zwecke Kleinholz oder Bruchholz zu schlagen und dieses als Brennholz zu nutzen. (siehe auch Breachbängel)

Riewarlihosa (w)

Cordhosen

ribbsa

reiben, schürfen

ring / arg ring

gering, unschwer, leichtgaengig, leichtgewichtig

Roller (m)

Tretroller, aber auch Kater (Katzaroller)

röhja, üssröhja

ruhen, ausruhen

Rosslar (m)

Kartoffelschnaps aus wilden Kartoffeln

Rotzböa, Rotzleffel (m)

(Rotzjunge) ungezogener, frecher Junge

Sackühr (w)

Taschenuhr

Sägaz (w)

Sense

s'Ässakännli (s) Essakaennli

Metallgefaess mit Speiseinhalt, wurde meist an einer Feuerstelle im Wald / Feld zur Essenszeit erwaermt.

Sällar hett gsaid....

(Sällar = Selbiger) - der da hat gesagt....

s'baddat

ergiebig

s'bisst mi

mich juckt es

s'Biss (s) sbiss

Zahnprothese

s'Däfr (s)

Holzvertaefelung an der Wand, meist in der Wohnstube oder Schlafkammer

s'Elsiss (s)

Das Elsass

"si drait"

"sie trägt", die Kuh ist traechtig (schwanger).

"si kellwarat"

"sie kalbt", die Kuh gebärt.

s'Käidärli (s)

dörfliche Arrestzelle

s'Knieschissili (s)

Kniescheibe

s'Liendöach (s)

Leinentuch, Bettlaken

s'Müül (s)

Maul, Mund

s'liddät Scheidzeicha

Die Totenglocke läutet

s'Schisshüs (s) schisshus

Toilette, (siehe auch Abtritt)

s'Üddr (s) ueddr

das Euter

d'Schapf (w)

Schoepfkelle

d'Schdupp (w)

Stube, Wohnzimmer

d'Schbinnudla (w)

Spinnweben

schaffig

fleißig

Schbatt, Schbättli (m/s)
Spatt

Flicken, Ausbesserung aus Stoff

Schieba schlaga mehr dazu

glühende Holzscheibe mit Mittelloch, die auf einen langen Stecken aufgesteckt wird und bei Dunkelheit per Schanzentisch den Berg hinuntergeschleudert wird

Schiebiddl (m)

schüchterner Mensch

schdacksa

stottern oder auch stolzieren

schdibbara / Schdibbari (w)

stuetzen / Stuetze, Baum- oder Aststuetze

Schdockhau (w)

aehnlich einer Harke, allerdings mit langem, schmalerem, und robusterem Metallteil und mit dickem Stiel

Schdorza (m)

Baumstumpf

schdrähla, zepfa

kämmen, sich die Haare zurechtmachen

Schdrüsshafa (m)

Blumentopf oder auch Blumenvase

Schesawaga (m) schesawaga

Kinderwagen der aber auch als Transportwagen Verwendung findet

Schick, schicken (m)

Kautabak, Kautabak kauen / aber auch Glück

schilda

schimpfen

Schläckli (s/m)

Marmelade

schlai

fad

schlotza

lutschen

Schlüri (m)

durchtriebener, gerissener Kerl

schneiga

naschen

Schniddlig (m)

Schnittlauch

schniddsa

schnäuzen

Schobba (m)

Babyflaeschchen oder auch ein Glas Wein

Schpretzkann (w)

Gießkanne

Säsli (s)

Handbeil mit breitem, langem Schneideblatt

Seichhafa (m)

Nachttopf, Nachtgeschirr (siehe Botschamper)

seicha, seichala, es seichälat

urinieren, wenn es nach Urin stinkt

Seipf (w)

Seife, aber auch Rausch

Sändawälla (w)

Bezeichnung der Altdorfer

sich dummla

sich beeilen

Düddili (s)

altes, wortkarges, kleinwüchsiges und kränkliches Persönchen

s'isch mr vardleid

...das macht mich depressiv

s'Limpli bikunnd s'Schdimpli

Der Lump darf den Rest leertrinken

Säüblodar (w)

Schweineblase

*Scheäsaboga (m)

mit Pfeil und *Bogen

Schdotza (w/m)

Beine, oder (Brat)-Hähnchenbeine

Schnooga, *Rhinschnooga (w)

Stechmuecken, Rheinschnaken, *Bezeichnung der Kappler

Schbinnhobbl (w)

Spinne

Schtrauleima (m)

Sauerkraut,Kartoffelbrei und Röstzwiebeln gemischt (benannt nach dem früheren Baumaterial "Strohlehm")

Schtrausack (m)

mit Heu gefuellter Sack als Matraze

Schtraubosa (m)

Strohballen

Schtäckschüfel (w)

Spaten

Schtrauschöa (w) strauschoe

aus Maisblaettern geflochtene (Haus)-Schuhe

Schtrauseil (s)

dickes Seil, aus Stroh geflochten

Schbauziga (w)

Spucke

schläckrig

kritisch beim Essen, oftmals nörgelnd

schludara

schlittern, rutschen auch oberflaechl. arbeiten

Schlurwa (w)

Hausschuhe, Schlappen

Schmörli (m)

Schmutzfink

schüdara

erschaudern, frösteln

schdühma

staunen, ueberlegen, nachdenken

schugga

schubbsen

Simmsaheppsärli (s)

schmächtiger, herumtollender Junge

Setzlig, Salatsetzlig (m)

Setzlinge / Jungpflänzchen, z.B. Salatpflänzchen

Sudda (m)

Sud

sudla

schludrig und unleserlich schreiben

Sulzsalat (m)

in Streifen geschnittener Schweinemagen, mit Essig u. Öl, Zwiebeln, Pfeffer u. Salz gemischt (ähnlich Wurstsalat)

Sunnavegili (s)

(Sonnenvögelchen) Schmetterling

Sunnawirwili (w) sunnawirwili

Feldsalat, Rapunzel, Ackersalat, Ritscherle

Sürässa (s)

Herz, Lunge, Leber u. Nieren in einer Mehlschwitze und mit Essig abgeloeschte Soße - passend dazu Nudeln oder Bratkartoffeln (Brägili)

süri Kuddla, süri Sulz (w)

in Streifen geschnittener Saumagen in einer Mehlschwitze und mit Essig abgeloeschte Soße - passend dazu Bratkartoffeln (Brägili)

Sürkrütt (s)

Sauerkraut

Triebel, Triebili (w)

Trauben, kleine Träubchen

Triebelrätschi (w)

mit einem grossen, quadratfoermigen Holztrichter versehenes und per Handrad betriebenes Zerkleinerungsgeraet fuer Trauben / Obst.

Trotti (w)

Traubenpresse, Apfelpresse

Ühü (m)

Uhu

umstecha

mit dem Spaten umgraben

Väiloda (w) vaeiloda

Veilchen

varaschdamera

bewaeltigen

vargelschdara, vargelschdärt

erschrecken, schocken

värgleppärts Ei (s)

Rührei

varhäja

etwas kaputt machen oder fallen lassen

varjätta, ebbär varjätta, värnaija

jemand verprügeln

varnudla

knuddeln

varsähna wära

vom Pfarrer die letzte Ölung erhalten

varschdrübbld

verzauste Haare

vum Lehrer Datza bikumma

vom Lehrer Schläge mit dem Rohrstock bekommen

Wacka, Wackastein (m)

im Ofen vorgewaermeter Stein als Waermflaschenersatz

Wäffzga (w)

Wespen

Wagaschmeri, oder Karraschmeri (w)

Schmierfett, um mechanische Teile an landwirtschaftlichen Geraeten (z.B. Leiter- oder Dillenwagen) einzufetten

Waggis, oder Kanalwaggis (m/w)

Elsaesser

Wälla (w)

trockenes Kleinholzbuendel

Wälla-Bängel mehr dazu

Narrenzunft in
Ettenheimmuenster

Wällabock (m)

Vorrichtung um Kleinholz zu einem Buendel zu pressen

Wällschkorn (s)

Mais

Wällschagullär (m)

Truthahn

Wiedli (s)

duenne Gerte vom Weidenbaum oder Haselnusstrauch

Wiesbaum (m)

lange Holzstange, die in Längsrichtung auf dem Heuwagen angebracht wird, um das Heu zu pressen

wissla

weisseln, die Wand mit einfacher Farbe anstreichen

Wüddili (s/w)

kleine Ente(n)

Wundargiggili (s)

Wundertuete

wundarfitzig

neugierig

wurksa / kodara

würgen, husten / spucken

Wurzbosa (m)

Wurzelwerk mit Erde von einem Baum

xina

gewesen

zackafahra zackafahra

pflügen

Zahnschluckawiebli (s)

Kind mit ausgefallenen Milchzaehnen

zallwander

gemeinsam, zusammen etwas tun

z'hindara firschi

verkehrt rum, falsch, verwirrt, chaotisch

Zängesla (w)

Brennesseln

zettla

das gemaehte Gras auf der Wiese mit der Heugabel zur Trocknung verteilen (Heu)

Ziewl, Ziewla (w) ziewel

Zwibel, Zwiebeln

Zilld, Zillda (w) (zwei Zillda Tomada)

(Zilld = Zeile / Reihe) z.B. zwei Reihen Tomaten

zinnsärla

zuendeln

zittig

reif

Zittvartrieb (m)

sich die Zeit vertreiben, einem Hobby nachgehen

z'leachtgo

sich bei Nachbarn oder Freunden zu einem Plausch treffen

z'morgaässa

frühstücken

z'niniässa (s) z'niniaessa

vespern, 2tes Fruehstueck (ca. 9 Uhr)

z'obaässa

Abendbrot essen

Zuckarbreedli, Zuckarbreedli bacha

Weihnachtsgebäck, Weihnachtsgebäck backen

zum Pfullgawirt goh

zu Bett gehen

Zwuggl (m)

kleiner, schmaechtiger Mensch

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Wallburg erscheint im Jahre 1226 erstmals als Valberc, 1553 als Walburg. 1666 ist von einer Kapelle in Waldburg die Rede.
Bei der geroldseckischen Teilung 1277 wurde der Ort der Linie Geroldseck-Lahr zugewiesen. Von 1354 bis zu ihrem Ausgang, um die Mitte des 17. Jahrhunderts, waren die seit 1420 der Reichsritterschaft angehörenden Herren von Endingen damit belehnt. Dem Kantonsbezirk Ortenau der Reichsritterschaft stand in Wallburg das Steuer- und Waffenrecht zu.
Die mittlere Dorfgasse wird von der unter den Schutz des heiligen Straßburger Bischofs Arbogast (Portalfigur) gestellten Kirche abgeschlossen, die 1768 eine ältere Dreikönigskapelle ersetzte. Turm von 1824, Altar um 1900. Früher wurde Wallburg das "Dorf der Schindelmacher" genannt, heute spielt der Weinbau eine Rolle.

Wallburgs Steinbrüche haben wie die von Schmieheim für viele barocke Bauten der Landschaft die Bausteine geliefert. Im Quellgebiet des Seltenbachs eine Lourdesgrotte mit Friedenskreuz und Friedenskapelle, erbaut als Erinnerung und Dank an die Heimkehr aus dem letzten Krieg (1939-45). Durch die Gemeindereform wurde Wallburg im Jahre 1971 ein Teilort von Ettenheim.
Zwischen Wallburg und Schmieheim liegt der Schmieheimer Judenfriedhof.


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