Setra S 80, Baujahr 1976, 30 Sitzplätze, ca. 8 m Länge
Leider hat der Fahrdienst diesen wunderschönen, gut erhaltenen Bus im Herbst 2001 abgegeben. Er hat die Henschel-Maschine und ein Viergang-Getriebe mit Vorschaltgruppe. Innen Reisebestuhlung und Club-Tische. Aufgrund der Setra-typischen Einzelradaufhängung lag der Wagen ruhiger auf der Straße als mancher große Bus, und es traten während der Fahrt keine Klappergeräusche oder ähnliches auf, weil die Verarbeitung der Setra-Fahrzeuge einfach hervorragend war und hoffentlich auch bleibt.
Sicherheitstraining vom 11. - 13.3.2002:
Ich habe mir einen langgehegten Wunsch erfüllt und bei omniplus ein Sicherheitstraining für Reisebusfahrer gebucht. Das Training fand auf dem Boxberg-Ring (Bosch-Testgelände) in der Nähe von Würzburg statt. Wir waren 11 Teilnehmer und hatten 3 Busse zur Verfügung: 2 Travego-Reisebusse und 1 Citaro-Stadtbus. Acht der Teilnehmer kamen aus dem Rheintal in der Schweiz. Nachdem wir uns gegenseitig in den jeweiligen Dialekt eingehört hatten, hatten wir viel Spaß miteinander.
Bevor es auf die Strecke ging, hatten wir Unterricht über Fahrphysik und aktive und passive Sicherheit. Zum Aufwärmen machten wir zunächst einige Geschicklichkeitsübungen, wie z. B. einen 12-m-Bus auf einer Fläche von 17 x 17 m um 360 Grad drehen. Dann machten wir Vollbremsungen aus verschiedenen Geschwindigkeiten bis hin zu 100 km/h und verglichen die Bremswege miteinander. Da blieb aber eine Menge Gummi auf dem Asphalt! Außerdem schlugen wir Bremshaken und bremsten auf verschiedenen Untergründen (links trockener Asphalt, rechts nasser Basalt). Zuletzt lernten wir noch, wie man mit einem Euro-2-Motor ohne Gas in 20 % Steigung anfährt und wie sich das ASR bei nassem Untergrund an der Steigung auswirkt.
Alles in allem habe ich viel Neues dazugelernt und bin sicherer im Umgang mit dem Bus geworden, so daß sich meine Erwartungen voll erfüllt haben. Wir konnten all diese Dinge üben, die man auf der Straße mit dem eigenen Bus lieber nicht macht. Außerdem habe ich eine Menge nette Leute kennengelernt (insbesondere das Wagenwäscher-Team der Fa. Köppel-Reisen aus dem Rheintal: Hubi & Toni).